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LOKALE ALLIANZ FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ



  

Das Projekt wurde zum 31.08.2015 beendet.

Der AWO Kreisverband Konstanz e.V. in Singen wurde für den Zeitraum von September 2013 bis August 2015 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesmodellprogramms Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz gefördert. Neben Veranstaltungen und Fortbildungsreihen wurde auch die Arbeit des Aktionsbündnisses Demenz Singen/Hegau finanziell unterstützt. Ziel war, die gesellschaftliche Akzeptanz und das Verständnis für dementielle Erkrankungen zu fördern und die Aktivitäten vor Ort zu vernetzen und damit Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen besser zu unterstützen.


Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau

Leitbild
Das Singener Aktionsbündnis Demenz wurde im Oktober 2011 gegründet.
Das Aktionsbündnis möchte durch sein Engagement auf eine gesellschaftliche Akzeptanz und Verständnis für dementielle Erkrankungen hinarbeiten sowie Betroffene und Angehörige über die rechtlichen Aspekte im Zusammenhang mit der Erkrankung aufklären. Das vollständige Leitbild als PDF.

Grundlage zur Zusammenarbeit ist eine Kooperationsvereinbarung. Herzlich eingeladen zur Zusammen- und Mitarbeit sind alle Interessierten.

Die AWO Kreisverband Konstanz e.V. in Singen hat zur Zeit die Geschäftsführung des Aktionsbündnisses inne, da sie für den Zeitraum von September 2013 bis August 2015 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesmodellprogramms  Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz gefördert wird.  Neben Veranstaltungen und Fortbildungsreihen wird dabei auch die Arbeit des Aktionsbündnisses Demenz Singen/Hegau  finanziell unterstützt. Ziel ist die gesellschaftliche Akzeptanz und das Verständnis für dementielle Erkrankungen zu fördern und die Aktivitäten vor Ort zu vernetzen und damit Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen besser zu unterstützen.


Aktuelles

Danke-Schön-Nachmittag für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz am 20.09.2016 im Haus am Hohentwiel in Singen (Meldung vom 29.09.2016)
Unter dem Motto „Jetzt tu ich was für mich selbst“ gestaltete das Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau (Mitglieder siehe unten) im Rahmen des alljährlichen Welt-Alzheimer-Tages einen Nachmittag, zu welchem pflegende Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen eingeladen und deren unermesslicher Einsatz gewürdigt wurde. Rund 40 Besucher waren der Einladung gefolgt und verbrachten ein paar entspannende Stunden als Auszeit von ihrem Pflegealltag. Das Aktionsbündnis hatte ein kleines Programm zusammengestellt, dessen Inhalte den Angehörigen Möglichkeiten aufzeigen sollten, wie sie neben der Betreuung eines demenzkranken Familienmitgliedes auch auf die eigene Gesunderhaltung achten können. Auch an sich selbst zu denken, rückt häufig in den Hintergrund, da sich zu Hause meist alles um das Wohlbefinden des Erkrankten dreht und man eigene Bedürfnisse zurückstellt.
Barbara Jordan von den Johannitern machte mit ihren Ausführungen zum Thema „Achtsamkeit“ deutlich, wie man neue Kraft schöpfen kann, um den Herausforderungen des Alltags gewachsen zu sein. Während ihres Vortags konnte viel geschmunzelt und gelacht werden, was den Teilnehmern ganz offensichtlich gut tat. Uli Zeller, lokaler Buchautor und Seelsorger, der seit vielen Jahren mit demenzkranken Menschen arbeitet, erläuterte einige praxisnahe Tipps zur Selbstpflege von Angehörigen. Diese können auch in seinen Büchern nachgelesen werden. Ruth Schwarz, die mit Beständigkeit und Hingabe eine Angehörigen-Gesprächsgruppe leitet, zeigte auf, wie bestimmte Elemente aus dem Yoga Entspannung und Ruhe bringen und zum Durchatmen verhelfen. Hilfe und Unterstützung von außen anzunehmen, fällt vielen Angehörigen Demenzkranker sehr schwer – Das wissen auch Frau Jetschmanegg von der Barmer-GEK und Frau Subasi von der AOK, die zu diesem Nachmittag eingeladen wurden, um einige Fragen rund um die neuen Pflegesetzte ab 2017 zu beantworten. Sie plädieren dafür, die Angebote der Kassen, wie Pflegeschulungen oder Pflegeberatung in Anspruch zu nehmen. Eine Pause, während derer die Besucher von den Mitgliedern des Aktionsbündnisses mit Kaffee und Kuchen bedient wurden, gab die Gelegenheit für Gespräche und Austausch untereinander. Der „Liederspaziergang“ – eine Gruppe von ehrenamtlichen Sängern, die im Haus am Hohentwiel regelmäßig auf den Stationen unterwegs ist und mit den dortigen Bewohnern gemeinsam singt – machte einen Abstecher zur Veranstaltung und animierte zum Mitsingen.
Zum Abschluss des Nachmittags wurde unter der Begleitung von Reinhard Zedler an der Gitarre nochmal gemeinsam gesungen. Wie wohltuend dieser Nachmittag für die Besucher war, bestätigten diese beim Abschied, als jeder einzelne von Gabriele Glocker noch eine Rose als Danke-schön, bestückt mit einem zur Selbstpflege anregenden Spruch, überreicht bekam.

Die Mitglieder des Aktionsbündnisses Demenz freuen sich über die gelungene Veranstaltung und ein nachhaltiges Wirken.

Diese sind:
Stadt Singen/Seniorenbüro
AWO Kreisverband Konstanz e.V. 
Diakonische Werke Singen e.V. / Haus am Hohentwiel
Alters- und Pflegeheim St. Anna
Pflegezentrum St. Verena Rielasingen
Soziales Netzwerk Aach
Caritas Verband Singen/Hegau e.V.
Sozialverband VdK Bezirksverband Südbaden
Sol Senioris Servicehaus Sonnenhalde Singen
Johanniter Unfallhilfe Singen e.V.

Unterstützer:
Stadtseniorenrat Singen - vertreten durch Kurt Schwarz
AWO Seniorenzentrum Michael-Herler-Heim/Bezirksverband Baden e.V.
Dr. med. Achim Gowin/Geriatrie
Dr. med. Benedict Müller/Neurologe

Welt-Alzheimer-Tag 2016 in Singen (Meldung vom 09.06.2016)
Deutschlandweit finden anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages im September wieder Veranstaltungen statt, mit denen auf die Umstände und Begleiterscheinungen der Erkrankung Demenz aufmerksam gemacht wird.
Auch das Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau nutzt diesen Tag, um den Betroffenen und ihren Angehörigen, aber auch ehrenamtlich Tätigen, Aufklärung zukommen zu lassen.
Ziel dieser Kampagnen ist stets, dass Menschen mit Demenz zu Hause leben und weitgehend selbstbestimmt ein Teil unserer Gesellschaft bleiben können.
Dies stellt insbesondere  pflegende Angehörige vor große Herausforderungen, denn die meisten an Demenz Erkrankten werden tatsächlich zu Hause versorgt und betreut. Der größte Pflegedienst der Nation, nämlich die Familie selbst, leistet hier Unermessliches. Nur schwer lässt sich erahnen, mit welchen organisatorischen, finanziellen und kommunikativen Auseinandersetzungen die Familien konfrontiert sind, um den dementen Menschen so lange wie möglich zu Hause unterstützen zu können.
Das Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau möchte zusammen mit Vertretern verschiedener  Pflegekassen die Gelegenheit des Welt-Alzheimer-Tages ergreifen und allen Angehörigen demenzkranker Familienmitglieder für ihren unermüdlichen Einsatz danken.
Am 20.09.2016 von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr werden die Mitglieder des Aktionsbündnisses unter dem Motto „Jetzt tu ich was für mich selbst!“ gemeinsam einen „Danke-Schön!-Tag“ veranstalten, zu dem alle pflegenden Angehörigen ganz herzlich in die Räumlichkeiten des Hauses am Hohentwiel, Anton-Bruckner-Str. 41 in Singen eingeladen sind.

Der Nachmittag wird wie folgt ablaufen:
15 Uhr Grußwort OB Häusler
15.15: „Morgengruß“ Fr. Schwarz/Servicehaus Sonnenhalde (Meditation, Yoga-Elemente) /Entspannungsübung
15.20: Gespräch mit Vertreter der AOK, DAK, Barmer-GEK
15.35: Aktivierung durch Fr. Jordan/Johanniter Unfallhilfe e.v. - Entspannungsübungen
15.40: Vortrag Uli Zeller / AWO Kreisverband Konstanz e.v.: Tipps zur Achtsamkeit und Selbstpflege
16.15: Kaffee und Kuchen, Gespräche am Tisch
17 Uhr: Vortrag und Übungen für den Alltag  zur Achtsamkeit und Selbstpflege, Fr Jordan/Johanniter Unfallhilfe e.V. 
17.30: gemeinsames Singen zum Abschluss (2 Lieder – begleitet mit Gitarre durch Hr. Zedler/AWO Kreisverband Konstanz e.v.
17.45: Verabschiedung mit Blume für jeden Besucher

Angehörige, die gerne dabei wären, ihr an Demenz erkranktes Familienmitglied aber nicht alleine lassen möchten, können in dieser Zeit die Betreuungsmöglichkeiten im Servicehaus Sonnenhalde oder in der Nachmittagsgruppe der Johanniter nutzen. Dieses Angebot wird explizit und kostenlos für diesen Nachmittag zur Verfügung stehen, eine Anmeldung hierfür ist erforderlich.
Servicehaus Sonnehalde, Tel.: 07731-83505-0 Frau Gonser
Johanniter Unfallhilfe e.V. Tel.: 07731-9583-25 Herr Scheu

Mitglieder des Aktionsbündnisses Demenz Singen/Hegau sind:
Stadt Singen/Seniorenbüro
AWO Kreisverband Konstanz e.V. 
Diakonische Werke Singen e.V. / Haus am Hohentwiel
Alters- und Pflegeheim St. Anna
Pflegezentrum St. Verena Rielasingen
Soziales Netzwerk Aach
Caritas Verband Singen/Hegau e.V.
Sozialverband VdK Bezirksverband Südbaden
Sol Senioris Servicehaus Sonnenhalde Singen
Johanniter Unfallhilfe Singen e.V.

Unterstützer:
Stadtseniorenrat Singen - vertreten durch Kurt Schwarz
AWO Seniorenzentrum Michael-Herler-Heim/Bezirksverband Baden e.V.
Dr. med. Achim Gowin/Geriatrie
Dr. med. Benedict Müller/Neurologe

Rechtliche Gegebenheiten in der Arbeit mit Pflegebedürftigen – was ist erlaubt? (Meldung vom 08.07.2015)
Das Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau veranstaltet einen offenen Rechtstag  für Pflegekräfte, pflegende Angehörige, Betreuungskräfte und Ehrenamtliche.
In der Arbeit mit Pflegebedürftigen treffen Pflegekräfte und Angehörige täglich Entscheidungen, die als selbstverständlich zum Wohle des Erkrankten erscheinen. Insbesondere für Menschen mit Demenz, die ihren eigenen Willen nicht mehr kundtun können, tragen wir Sorge und wollen „das Richtige“ tun. Wie aber sind die rechtlichen Bestimmungen bei verschiedenen Problemlagen? Dürfen wir einen Menschen gegen seinen Willen festhalten, um ihn vor Gefahren zu beschützen? Dürfen wir die Medikamenteneinnahme erzwingen, wenn der Arzt das Verabreichen anordnet? Oder wann spricht man von unterlassener Hilfeleistung? Häufig herrschen hier Unklarheiten und führen zu Verunsicherung bei Pflegefachkräften, aber auch bei pflegenden Angehörigen zu Hause. Fragen zum Haftungsrecht, Betreuungsrecht, Fixierungen, aber auch zum Einsatz von Ortungssystemen und ob es rechtliche Unterschiede in Handlungen im Pflegeheim oder in der häuslichen Umgebung gibt, erläutern die Rechtsanwälte  Herr Wilfried Pfeiffer und Herr Ronald Müller zunächst in einem Impulsvortrag. Anschließend werden sich die Fachkräfte und Angehörige in zwei jeweilige Arbeitsgruppen aufteilen, in denen sie ihre spezifischen Fragen stellen können.
Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, den 11.08.2015 von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Pavillon des Emil-Sräga-Hauses, Freiburger Str. 1 in Singen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 35 Personen bei freiem Eintritt. Anmeldungen werden erbeten bis zum 06.08.2015 bei Frau Gabriele Glocker 0170 800 9741 oder allianz-demenz@awo-konstanz.de


Demenz-Dialog der Akteure „Demenzfreundliche Kommunen“ und „Lokale Allianzen“ in Baden Württemberg – Treffen bei der Alzheimer Gesellschaft BW in Stuttgart am 24.04.2015 (Meldung vom 05.05.2015)
Unsere Mitarbeiterin Gabriele Glocker hat am Demenz-Dialog der Akteure „Demenzfreundliche Kommunen“ und „Lokale Allianzen“ in Baden-Württemberg am 24.04.2015 teilgenommen. Hier finden Sie ihren Bericht.


Maskentheater-Auftritt anlässlich des Weltalzheimertages am 20.09.2014
Wie in den vorangegangen Jahren auch nutzte das Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau den Welt-Alzheimer-Tag am 20.09.2014, um all diejenigen zu unterstützen, die mit dem Phänomen Demenz konfrontiert sind und um die Auseinandersetzung mit der Thematik in der Bevölkerung zu fördern. Hierzu gab es einen Stand in der Singener Fußgängerzone. Als besondere Aktion konnten die Mitspieler des „DOX-Maskentheater“ (http://dox-maskentheater.de) gewonnen werden, die mit ihren überdimensionalen selbstgefertigten Masken und pantomimischen Darstellungen das Thema „Demenz – Verwirrtes Verhalten“ bewusst machten.



Einladung zum MitTeilen

Da das Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau nicht nur um den Welt-Alzheimer-Tag herum aktiv ist, sondern sich das ganze Jahr über für eine „demenzfreundliche Kommune“ einsetzt, nutzen wir auch immer wieder gerne die Erfahrungen anderer Institutionen oder Vereine, die in Sachen „Leben mit Demenz“ tätig sind. Aktion Demenz e.V. in Gießen lädt ein zum „MitTeilen“ und sucht Geschichten zur Demenzfreundlichen Kommune. Um was es hier genau geht, lesen Sie unten. Wir vom Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau würden uns an dieser Sammlung gerne beteiligen und wären gespannt, ob wir nicht die eine oder andere Geschichte aus unseren Gefilden an Aktion Demenz e.V. weiterleiten könnten. Bei entsprechender Beteiligung wäre auch eine dazu passende öffentliche Veranstaltung bei uns in Singen im Nachgang denkbar. Die Geschäftsführerin von Aktion Demenz e.V., Frau Verena Rothe, betont, dass wir Geschichten suchen, die zeigen „so geht es auch“, „bzw. so geht es sogar besser“ – es geht um Praxis-Beispiele, in denen Demenzfreundlichkeit bereits gelebt wird.
Die Aktion Demenz e.V. schreibt dazu:
Gibt es auch in ihrem Alltag Ereignisse und Situationen, in denen ein Stück „Demenzfreundlichkeit“ bereits gelebt wird? Mitunter sind es kleine Momente, in denen wichtige Impulse gegeben werden. So wie es in der Erzählung bereits vielfach verbreitet wird, in der die Angestellten der Handtaschenabteilung eines großen Kaufhauses eine besonders gute Kundin haben, die fast täglich eine Handtasche kauft. Frau L. wird freundlich bedient und erhält die von ihr gewünschte Handtasche eingepackt. Die Angestellten kennen auch die Angehörigen von Frau L., denn sie haben mit ihnen eine Vereinbarung getroffen: sie bringen die Handtaschen am Monatsende zurück und erhalten den Kaufpreis erstattet. Oder auch die Geschichte von einem Restaurant, in dem das Personal einem Mann mit Demenz ganz selbstverständlich sein Essen serviert und es stehen lässt, wenn er zwischendurch aufsteht und draußen eine längere Runde dreht, um danach weiter zu essen.

Aktion Demenz will solche Geschichten sammeln und veröffentlichen
Teilen Sie uns Ihre Geschichten mit unter: allianz-demenz@awo-konstanz.de


Maskentheater-Auftritt anlässlich des Weltalzheimertages am 20.09.2014

Wie in den vorangegangen Jahren auch, nutzen wir, als Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau, den Welt-Alzheimer-Tag, um all diejenigen zu unterstützen, die mit dem Phänomen Demenz konfrontiert sind und um die Auseinandersetzung mit der Thematik in der Bevölkerung zu fördern. Vor diesem Hintergrund haben wir uns für den Welt-Alzheimer-Tag 2014 für eine besondere Veranstaltung entschieden – wir konnten die Mitspieler des „DOX-Maskentheater“ gewinnen, die uns allen in der Öffentlichkeit mit ihren überdimensionalen selbstgefertigten Masken und pantomimischen Darstellungen „Demenz – Verwirrtes Verhalten“ bewusst machen sollen. „DOX – Maskentheater“ (http://dox-maskentheater.de) besteht aus einer Gruppe von Schauspielern, die ihre ungewöhnlichen „walkacts“ dort aufführen, wo der Veranstalter ein breites Publikum findet,  um auf  ein entsprechendes Thema aufmerksam zu machen. Deshalb haben wir uns die Füßgängerzone ausgesucht -  an einem Samstagvormittag, wo sicherlich viele Menschen unterwegs sein werden. Gleichzeitig wird es einen Informationsstand geben mit vielen Broschüren und hilfreichen Tipps und Anregungen rund um das Thema Demenz – was tun?

Die Veranstaltung findet statt am Samstag, den 20.09.2014 von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr in der August-Ruf-Str. , 78224 Singen

Veranstalter:
Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau

Geschäftsstelle AWO Kreisverband Konstanz e.V.

Heinrich-Weber-Platz 2

78224 Singen

Ansprechpartner
Frau Gabriele Glocker Tel.: 01708009741
oder Herr Reinhard Zedler Tel.: 07731 – 958011

Mitglieder des Aktionsbündnisses sind:
AWO Kreisverband Konstanz e.V.

Stadt Singen

Diakonische Werke Singen e.V. /Haus am Hohentwiel

Altersheim St. Anna

Pflegezentrum St. Verena

Die Johanniter Unfallhilfe Singen e.V.

Gabriele Oest-Bieber

Unterstützer sind:
Dr. med. Gowin

AWO Baden e.V. / Michael Herler Heim

Jolanta Stefanow


Vortragsreihe Demenz
Den Ergebnissen aus der Bürgerbefragung des Aktionsbündnisses Demenz Singen/Hegau im September 2013 zufolge, wünschen sich pflegende Angehörige von demenzkranken Menschen mehr praxisnahe Information und eine weitreichende Aufklärung über die Krankheit in der Öffentlichkeit.
Zur Umsetzung startet nun die AWO als Mitglied des Aktionsbündnisses in Singen eine Reihe von Vorträgen, deren Themen sich inhaltlich damit beschäftigen, wie die Kommunikation und der Umgang mit Menschen mit Demenz besser gelingen können. Die Vorträge richten sich an pflegende Angehörige, aber auch an Pflegefachpersonal und
ehrenamtl ich Tätige, sowie alle, die sich mit dem Phänomen Demenz beschäftigen.

Flyer Vortragsreihe Demenz als PDF:


Demenzkongress 2014 am 11. und 12. April im Singener Rathaus
Das Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau möchte, dass Menschen mit Demenz möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Dies erfordert nicht nur Aufklärung und Wissen um das Krankheitsbild in der betroffenen Familie, sondern auch die Sensibilisierung des gesamten sozialen Umfeldes. Welche
Herausforderungen stellt die Demenz an die Betroffenen selbst und an die Angehörigen; an die beruflich Pflegenden und an die Gesellschaft als soziale Gemeinschaft? Was können wir im Umgang mit dementen Menschen lernen und welche Chancen bietet uns das Phänomen Demenz? In diesem Sinne wollen wir zusammen kommen, um
Vorträge namhafter Referenten zu hören, aber auch, um uns an Ausstellertischen zu treffen und informative Gespräche zu führen.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Teilnahmekosten 20. - Euro

Flyer Demenzkonress 2014 als PDF:

Themen:
„Mein Partner hat Demenz“ - welche Auswirkungen haben Pflege und Betreuung auf Partnerschaft und Liebe?
Univ.- Prof. Dr. Dr. h.c. phil., Dipl. Psych. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg

„Demente Menschen im Krankenhaus“ - Grenzen in der Betreuung
Kurzvortrag zur Situation 1 5 min. durch:
Dr. med. Achim Gowin, Facharzt für Innere Medizin, Klinische Geriatrie und Palliativmedizin

„Humor in der Arbeit mit dementiell erkrankten Menschen“ - Erfahrungen eines Klinkclowns
Herr Ulrich Trommsdorff, 1 . Vorsitzender des Lach-Falten e.V., Radolfzell, ausgebildeter
Gesundheitsclown

„Was geht! Sport, Bewegung und Demenz“ – sich anstiften lassen – mitmachen!
Projektvorstellung durch: Herrn Peter Wißmann, Geschäftsführer der Demenz Support
Stuttgart gGmbH und Herausgeber von „demenz.DAS MAGAZIN

„Und da werd ich einfach auch mal sauer!“ Aggression und Gewalt bei Demenz – Überforderung bei Angehörigen verringern
Prof. Dr. phil. Dr. med. Dipl.-Psych. Rolf Dieter Hirsch, Dozent für Psycho-Gerontologie an der Uni Erlangen-Nürnberg und praktizierender Psychiater und Psychotherapeut


Berichte:

Bundestreffen der "Allianzen für Menschen mit Demenz"
Auf Einladung des Bundesministeriums für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben fand in Bonn ein Austauschtreffen der Vertreter aller bundesweiten Allianzen statt, die vom besagten Ministerium für ihre lokalen Aktionen zur Verbesserung der Lebensqualität von an Demenz erkrankten Menschen mit einem Förderprogramm finanziell unterstützt werden. Auch die AWO nahm an diesem Treffen teil. Wir sind besonders stolz darauf, dass ein Foto aus unserer Veranstaltung zum Welt-Alzheimer-Tag 2013 für das Titelbild des offiziellen Flyers der "Allianzen" ausgewählt wurde. Diesen können Sie diesen als PDF direkt beim Ministerium herunterladen. Bildnachweis: Herbert Jennerich, BAFzA


Zweiter Demenzkongress in Singen

Unter dem Motto „Wir sprechen darüber“  lud das Aktionsbündnis Demenz Singen-Hegau am 11. und 12. April 2014 zum zweiten Mal zu einem Demenzkongress in den Bürgersaal des Singener Rathauses ein.  Wie bereits beim letzten Mal, war der Saal mit gut 200 Besuchern wieder komplett gefüllt.
Eröffnet wurde das Programm von Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg, mit einem Vortrag zum Thema: „Mein Partner hat Demenz – welche Auswirkungen haben Pflege und Betreuung auf Partnerschaft und Liebe?“ Als Empfehlung für einen guten Umgang mit einem dementen Partner nannte Kruse, diesem nicht seine Würde als Mensch abzusprechen, da hierdurch oft Vernachlässigung und teilweise Gewalttätigkeit entstünden. „Man kann davon ausgehen, dass ein Dementer, trotz seiner Erkrankung, noch über Ressourcen, vor allem im emotionalen Bereich verfügt“, so Kruse.  Besonders wichtig sei daher eine Kommunikation auf der Gefühlsebene, in der beispielsweise auch auf Ereignisse oder Vorlieben aus der Biographie des Betroffenen eingegangen werde.
Dr. med. A. Gowin, Facharzt für innere Medizin, klinische Geriatrie und Palliativmedizin, berichtete, dass demenzkranke Menschen in Krankenhäusern oft nicht adäquat behandelt würden. Nötig seien daher Krankenhäuser mit speziellen Demenz-Stationen, in denen auf die besonderen Bedürfnisse von dementen Patienten eingegangen werden könne.
In der anschließenden Diskussionsrunde mit Dr. Gowin, Andreas Hoffmann, Vorstand der Caritas Konstanz, Uwe Daltoe, stellvetr. Geschäftsführer der AOK Hochrhein/Bodensee und Krankenschwester Claudia Grambau ergab sich, dass neben der Einrichtung von Demenz-Stationen auch die gezielte Schulung des Pflegepersonals in Krankenhäusern eine wichtige Rolle spiele. 
Gesundheit!Clown Ulrich Trommsdorf von Lach-Falten e.V. in Radolfzell berichtete von seiner Arbeit mit dementen Menschen in Krankenhäusern und Seniorenheimen. Oft sei es ihm und seinem Team dabei gelungen, durch Humor und mit Hilfe von Gegenständen aus der Vergangenheit der Erkrankten, einen Zugang zu finden.
Die Demenz Support Stuttgart gGmbH hat es sich zum Ziel gemacht, das Wohlbefinden dementer Menschen auch durch sportliche Aktivitäten und Inklusion zu verbessern, wie deren Geschäftsführer  Peter Wißmann auf der Veranstaltung schilderte. Dabei setze man vor allem auf Kooperationen mit Vereinen und Verbänden. So sei es in einigen Regionen bereits gelungen, demente Menschen wieder an Sportangeboten wie wandern, radfahren, turnen sowie am sozialen Leben der Vereine teilhaben zu lassen.
Prof.  Dr. Dr. Rolf Dieter Hirsch, Dozent für Psycho-Gerontologie an der Uni Erlangen-Nürnberg, Psychiater und Psychotherapeut sprach über mögliche Ursachen für Gewalt im Zusammenhang mit der Pflege dementiell erkrankter Menschen. Wichtig sei es dabei, insbesondere für pflegende Angehörige, sich bei Überforderung rechtzeitig Hilfe zu suchen.




Vortrag im AWO-Pflegeheim Emil-Sräga-Haus am 23.01.2014 von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr
„Das Gehirn lernt – auch im Alter“   
Referent Hans-Georg Lauer/Schulleiter im Jugendwerk Gailingen a. D.

Dass im Pavillon des Emil-Sräga-Hauses die Stühle nicht ausreichen, erlebt man nicht alle Tage. Ein Vortrag,  wie das Gehirn  auch im Alter noch lernt, hat doch so viele Interessierte angelockt – und so mischte sich Jung und Alt, um den Ausführungen von Herrn Lauer zu folgen – nein, es wurde nicht nur gelauscht, sondern aktiv gelernt – denn, man hatte sein Hirn ja dabei und dies erwies sich als sehr praktisch. So konnte man beim Betrachten von speziellen Bildern direkt die Zusammenarbeit von  Auge und Gehirn erfahren oder die Besucher fanden sich  beim Übersetzen schwedischer Texte, ohne die Sprache gelernt zu haben. Wie ist das möglich? 
Bis vor 30 Jahren dachte die Wissenschaft noch, dass Gehirnzellen eben absterben und eine Erneuerung gäbe es nicht. Heute weiß man, dass Gehirnzellen täglich nachwachsen und für Neues benutzt werden wollen.  Auch das in die Jahre gekommene Gehirn bleibt ein Lernorgan – lebenslang -  und kann sich bei entsprechendem Training entwickeln.  So kommen die Gehirnforscher Prof. André Aleman und Prof. Martin Korte zu dem Schluss, dass wir den Alterungsprozess des Gehirns beeinflussen können. Das ist schon mal eine gute Nachricht, teilt Herr Lauer mit und führt weiter aus, wie unser Gedächtnis überhaupt strukturiert ist und wie Lernprozesse ablaufen.
Doch gibt es denn nun Unterschiede zwischen der Lernfähigkeit eines älteren Gehirns zu dem eines jüngeren  Menschen? Nun, wenn das Hirnvolumen bis zum 80. Lebensjahr – so weiß die Hirnforschung – um 10 % abnimmt, ist es gut nach zu vollziehen, dass einige kognitive Fähigkeiten, wie die Denkgeschwindigkeit oder die Konzentrationsfähigkeit im Laufe der Jahre  nachlassen. Andere kognitiven Fähigkeiten, die überhaupt aber erst eines gewissen Alters bedürfen – Weltwissen, einen umfangreichen Wortschatz, eine gewisse Weisheit – bleiben oder erweitern sich sogar. Durch das Zurückgreifen auf Erfahrungen,  Ähnlichkeiten, bereits Bekanntem kann eine zunächst unbekannte Aufgabe gelöst werden – wie das Übersetzen des schwedischen Textes.
Uns interessieren, begeistern, mit Neuem beschäftigen oder auch mal Querdenken! Wiederholen, Üben und Anwenden! Das rät nicht nur Referent, Herr Lauer,  für den Umgang mit unserem Lernorgan Gehirn im Alter.  Schon der alte Seneca wusste:
„Je mehr wir in uns aufnehmen, um so größer wird unser geistiges Fassungsvermögen“
….und genau dafür hatten die zahlreichen Besucher in den vergangenen beiden Stunden doch schon etwas getan!
27.01.2014    Gabriele Glocker

Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau nimmt an Austauschtreffen teil
Bereits zum zweiten Mal war das „Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau“ am 29. November beim Austauschtreffen „Demenzfreundlicher Kommunen“ bei der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg in Stuttgart vertreten. Die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg lädt hierzu in Kooperation mit Aktion Demenz e.V. in regelmäßigen Zeitabständen ein und bietet den Teilnehmern Gelegenheit, über ihre Aktivitäten in ihrer Kommune zu berichten. Alle haben das gleiche Ziel: sie wollen durch Aufklärung zur Enttabuisierung des Themas Demenz in ihrer Stadt und im gesellschaftlichen Kontext beitragen.
Verschiedene Kommunen sind bereits alte Hasen auf diesem Gebiet, haben viele Demenz-Kampagnen, Vorträge und Veranstaltungen hinter sich, andere kommen gerade erst neu dazu und nutzen diese Austauschtreffen, um Tipps und Ideen zu bekommen.
Auch die Stadt Singen ist mit ihrem Aktionsbündnis Demenz noch eine junge „Demenzfreundliche Kommune“; das Aktionsbündnis ist mit seinen Vorträgen zum Umgang mit Menschen mit Demenz seit 2 Jahren in Singen aktiv, zum letzten Welt-Alzheimer-Tag organisierte man ein Bürgerforum zum Thema und im April 2014 wird der zweite Demenz-Kongress in Singen stattfinden. 
Frau Gabriele Glocker, die für das Aktionsbündnis nach Stuttgart gefahren war, hatte also durchaus etwas zu berichten, obgleich sie auch einige Anregungen mit nach Hause brachte.
Moderiert durch die Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft Baden Württemberg, Frau Sylvia Kern, begleitet durch den Vorstand der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Herrn Hartwig von Kutschenbach wurde nicht nur über Erfolge gesprochen, sondern auch Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Inklusion, Schnittstellen zur Behindertenarbeit, aber auch kommunale Gesundheitskonferenzen waren Schlagwörter, die auch bei uns in Singen in Verbindung mit dem Gedanken der „demenzfreundlichen Kommune“ bereits Einzug erhalten haben.
Als „Schmankerl“ gab es auf allgemeinen Wunsch der Teilnehmer eine kleine Schulung in Sachen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die wenigsten, die sich hier trafen, sind Experten auf diesem Gebiet, und so konnte man nur hinzu gewinnen.
Es wurde beschlossen, sich alle 18 Monate aus zu tauschen – schließlich brauche man ja auch Zeit, um seine Projekte um zu setzen. So darf man gespannt sein………..


Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau erhält Förderung für „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ – AWO Kreisverband Konstanz ist Träger des ProjektesDemente Menschen und ihre betreuenden Angehörigen in ihrer besonderen Lage zu unterstützen, ist nicht nur Aufgabe entsprechender Institutionen. Vielmehr muss die soziale Dimension der Erscheinung Demenz in den Vordergrund gerückt und eine breite Auseinandersetzung mit Demenz als gesellschaftliche Herausforderung erreicht werden. Singen am Hohentwiel und auch seine Umgebung ist mit seinen zahlreichen Pflege- und Betreuungseinrichtungen, sowie sozialen Diensten und ehrenamtlichen Strukturen gut ausgestattet; Aufklärungsarbeit zum Thema Demenz wird vereinzelt durch verschiedene Betreiber angeboten, was sehr wichtig ist, jedoch nicht effektiv genug, um die große Öffentlichkeit zu erreichen.
„Wenn wir gemeinsam rufen, dann hört man uns besser“; sich zusammentun, um mehr zu erreichen – das war die Idee hinter den ersten Gesprächen von Frau Gabriele Glocker und Herrn Reinhard Zedler vom AWO Kreisverband Konstanz, aus dem das Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau im Herbst 2011 entstanden ist. Es galt also, in Zusammenarbeit mit anderen ansässigen Einrichtungen, Vorträge und Veranstaltungen zu organisieren, um über das Thema Demenz aufzuklären und auf eine gesellschaftliche Akzeptanz und Verständnis für die Erkrankung hin zu arbeiten. Enttabuisierung, Entstigmatisierung, dem sozialen Rückzug demenzkranker Menschen und ihrer Angehörigen entgegen zu wirken, sowie eine demenzfreundliche Kommune gestalten helfen, sind Ziele der Arbeit des Bündnisses. Durch Vorträge und Veranstaltungen, Schulungen und beständige Netzwerkarbeit soll dies gelingen.
Benachteiligten Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, ist von jeher ein Anliegen der Arbeiterwohlfahrt. Daher hat Herr Zedler, Geschäftsführer der AWO Kreisverband Konstanz e.V. aktive Unterstützung zugesagt und freut sich mit Frau Glocker (Projekt-Koordination) über die Entscheidung des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, für das Aktionsbündnis, als eine der bundesweit 143 „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“ am Standort Singen.
Das Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau hat seit seines Zusammenschlusses gemeinsame Aktionen zu den Welt-Alzheimer-Tagen getätigt und wird nun – dank der finanziellen Mittel – seine Arbeit intensivieren können.
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geändert: 29.09.2016


gefördert vom: