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NETZWERK BLEIBEN MIT ARBEIT


Für Flüchtlinge und Asylsuchende

Das Netzwerk Bleiben mit Arbeit berät individuell und begleitet Asylsuchende und Flüchtlinge auf ihrem Weg in Arbeit, schulische oder berufliche Ausbildung und Studium.

Welcher Status berechtigt zur Teilnahme?

  • Aufenthaltsgestattung
  • Duldung
  • Aufenthaltserlaubnis
Voraussetzung ist ein mindestens nachrangiger Arbeitsmarktzugang.


Betreuung und Vermittlung in Arbeit und Ausbildung



     


Eine starke Partnerschaft




Das Netzwerk Bleiben mit Arbeit ist im Südosten von Baden-Württemberg aktiv. Ziel ist die erfolgreiche Beratung, Qualifikation und Arbeitsmarktintegration von Asylsuchenden und Flüchtlingen.

Wir arbeiten mit 48 Kooperationspartnern
zusammen, darunter:

  • Bundesagentur für Arbeit
  • Jobcenter
  • Handwerkskammer
  • Industrie- und Handelskammer
  • Kommunen und regionale Arbeitgeber
  • Helferkreise

Qualifizierung und Kurse

Wir bieten verschieden Qualifizierungen, Weiterbildungen und Kurse an wie:

  • Gastronomie Einführungskurs
  • Pflegediensthelfer Kurs
  • Arbeitswelt Deutschland
  • EDV-Grundlagenkurs
  • Bewerbungstraining
Jeweils mit Zertifikat. Für mehr Infos nehmen Sie Kontakt mit uns auf.



Positive Zwischenbilanz! (Meldung vom 23.08.2018)

„Netzwerk Bleiben mit Arbeit“ hat in zwei Jahren 208 Flüchtlinge in Arbeit vermittelt.
2016 haben sich fünf Träger zusammengefunden und ein Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit gegründet. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Integrationsrichtlinie Bund. In vier Jahren sollen durch das Netzwerk Bleiben mit Arbeit 1750 Asylbewerber und Flüchtlingen beraten, geschult und weitergebildet werden.
Die erfolgreiche Netzwerkarbeit in den Agenturbezirken Konstanz-Ravensburg und Ulm zahlt sich aus.  Nach zwei Projektjahren kann eine positive Bilanz gezogen werden- 1097 Flüchtlinge wurden erreicht und  208 Personen konnten erfolgreich vermittelt werden. „ Bis Ende der Förderzeit müssen noch 653 Personen aufgenommen werden. – Das sollte zu schaffen sein“ sagt Jutta Hammes Projektleiterin. „ Auch die Vermittlungszahlen sind gut und  liegen bei 19%. Allerdings wird unser Aufgabenspektrum immer größer. Haben wir in 2016 noch viele Gruppenschulungen durchgeführt, so arbeiten wir heute mehr in Kleingruppen und Einzelberatungen. Besonderes Augenmerk gilt zurzeit den Auszubildenden, die nicht mit den Anforderungen des deutschen Ausbildungsmarktes zurechtkommen. Hier ist viel individuelle Hilfestellung notwendig.“

Strukturen Netzwerk Bleiben mit Arbeit
Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den ESF arbeiten bundesweit 41 Netzwerke mit dem Ziel die Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen zu leisten. In Baden Württemberg sind fünf Netzwerke aktiv. Das örtliche Netzwerk erstreckt sich von Konstanz über den Bodenseekreis und den Landkreis Ravensburg bis Ulm.  Im Netzwerk Bleiben mit Arbeit haben sich drei Bildungsträger und zwei Wohlfahrtsverbände zusammengeschlossen um die nachhaltige Integration der Flüchtlinge in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu verfolgen. Die Projektleitung hat ihren Sitz in Friedrichshafen. Monika Bercea und Jutta Hammes von den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH koordinieren die Teilprojekte in den zwei Agenturbezirken. Die AWO arbeitet im Landkreis Konstanz. Im Bodenseekreis, im Landkreis Ravensburg und im Landkreis Biberach wird die Netzwerkarbeit vom bfz und Quantum geleistet. Die Caritas vertritt das Netzwerk im Landkreis Ulm. Um die umfangreichen Aufgaben leisten zu können bedarf es einer guten Vernetzung mit allen Beteiligten in der Arbeit mit Migranten.

Die Arbeit des Netzwerkes - Fünf Schritte zur Integration

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Asylbewerber und Flüchtlinge. Wir verstehen unsere Arbeit als Prozess. Dieser Prozess gliedert sich in fünf Schritte:



1.    Individuelle Beratung mit Kompetenzerfassung geht über in eine
2.    individuelle Förderplanung, dies beinhaltet: Vermittlung in Deutschkurse,          
       Anerkennungsberatung anschließend folgt
3.    die Berufsvorbereitung und / oder Qualifizierungsmaßnahmen mit der
       Orientierung auf dem Arbeitsmarkt.  Und in einem weiteren Schritt
4.    die Vermittlung in Praktikum, Ausbildung oder Arbeit und als letztes Angebot
5.    die Betreuung am Arbeitsplatz.

Zur Bewältigung dieser vielfältigen Arbeit arbeiten wir mit allen Akteuren im Feld der Migration zusammen und pflegen ein breites Netzwerk.

Erfolgreiche Integration im Landkreis Konstanz

Ein Leben zwischen Tradition und Moderne
 

Projektmitarbeiterin Veronika Schäfer mit Frau Amiri
Bildquelle: V.Schäfer, AWO Konstanz e.V.

Ende 2015 kommt Fatima Amiri mit ihrer Schwester nach Deutschland. In Afghanistan hat sie ein Diplomstudium der Krankenpflege absolviert und  2 Jahre als Krankenschwester in der Kardiologie gearbeitet. Anfang 2017 findet Fatima Amiri den Weg in der Beratungsstelle des Netzwerkes. Zu diesem Zeitpunkt besucht sie schon einen Sprachkurs, aber sie braucht Hilfestellung bei der Anerkennung ihrer Abschlüsse und eine Arbeitsstellen. Veronika Schäfer von der AWO vermittelt sie in die IQ Anerkennungsberatung und bietet Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen an. Auch zu einem Vorstellungsgespräch wird Fatima Amiri begleitet. Aktuell besucht Fatima Amiri den B2 Sprachkurs und hat einen Teilzeitjob als Praxishilfe in einer Arztpraxis. „Ich verstehe mich sehr gut mit meinen Kollegen und Kolleginnen. Zur Fasnacht kamen wir alle verkleidet in die Praxis. Das fand ich toll!“, berichtet sie von ihrem Arbeitsalltag. Im Anschluss möchte sie den C1 Kurs für Mediziner besuchen und wieder als Krankenschwester arbeiten. Neben der Integration in Arbeit ist Fatima Amiri aber auch weiter mit ihrem Heimatland und  dessen Tradition eng verbunden. In der wenigen freien Zeit näht sie traditionelle afghanische Kleidung. „Das handwerkliche Arbeiten an der traditionellen Kleidung bringt ein Stück Heimatgefühl und hilft mir nach einem anstrengenden Tag zu entspannen.“


Frau Amiri in der selbstgenähten traditionellen Kleidung
aus Afghanistan
Bildquelle: V.Schäfer, AWO Konstanz e.V.


Für einen schnellen Einstieg ins Handwerk (Meldung vom 08.09.2017)
Was passiert, wenn 42 motivierte Asylbewerber und anerkannte Geflüchtete den Vormittag mit fünf engagierten Lehrmeistern in der Werkstatt verbringen? Am „Tag des Berufs“ in der Bildungsakademie Singen der Handwerkskammer Konstanz (5. September 2017) konnte man das Ergebnis an den konzentrierten Gesichtern und interessierten Fragen der Teilnehmer erkennen. Zuhören, hingucken, mitmachen war die Devise in den fünf Lehrwerkstätten. 
Lehrmeister Bernd Linder zeigte in der Feinwerkmechanik, wie man aus einem Metallklotz plus Kugellager einen hochpräzisen Fidget Spinner fräst und dreht. In der Anlagenmechanik bogen und löteten die an Sanitär- und Heizungstechnik interessierten Teilnehmer Herzen aus Kupferrohren. Bei den Metallbauern fertigten die Flüchtlinge Uhren, und im besonders gut besuchten Elektrolehrraum ließen sich die jungen Männer die Grundlagen der E-Motorensteuerung erklären. 
Hoch engagiert gingen auch die zwölf Teilnehmer in der Kfz-Lehrwerkstatt ans Werk. Unter Anleitung von Lehrmeister Markus Moser bestimmten sie die Wirksamkeit der Kühlflüssigkeit, machten sich an die computergestützte Fehlerdiagnose und checkten den technischen Zustand eines Testwagens.
Für Feras Aljamli alles kein Neuland. Der 33-jährige Syrer, der seit drei Jahren in Singen lebt, hat in seiner Heimat 15 Jahre lang alle möglichen Automodelle repariert. Er kennt nach einem dreimonatigen Praktikum im Hegau sogar die deutschen Fachbegriffe von ABS bis Zahnriemen. „Ich weiß, wie man Autos repariert und will wieder in meinem erlernten Beruf arbeiten“, beschreibt der zweifache Familienvater seine Motivation, sich beim „Tag des Berufs“ um ein Praktikum oder eine Arbeitsstelle zu bemühen. Doch weil er wie in Syrien üblich nie eine Ausbildung gemacht hat, fällt der Einstieg ins deutsche Berufsleben schwer.
Um Menschen wie Feras Aljamli den Weg in den Job zu erleichtern, haben die acht Kooperationspartner Handwerkskammer Konstanz, Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee, Stadt Konstanz - Büro des Flüchtlingsbeauftragten, Stadt Singen - Referat Integration/Beauftragte für Flüchtlingsintegration, Landkreis Konstanz, Netzwerk Bleiben mit Arbeit/AWO Kreisverband Konstanz, Jobcenter Landkreis Konstanz und die Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg den „Tag des Berufs“ in der Bildungsakademie Singen organisiert. Die acht Projektpartner, die alle mit dem Thema Arbeit, Flüchtlinge und Integration befasst sind, ergänzen sich dabei mit ihren Perspektiven und Erfahrungen. „Das ist die große Stärke dieser Kooperation“, ist Jan Vollmar überzeugt, der für die Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee den „Tag des Berufs“ mitorganisierte. 
Am Nachmittag nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich bei Gesprächen mit vier Ausbildungsbetrieben aus den Gewerken Kfz, Metallbau, Anlagenmechanik Sanität/Heizung/Klima sowie dem Ausbildungsberuf Maschinen- und Anlageführer zu informieren und zu präsentieren.
Für Feras Aljamli brachte der Tag möglicherweise eine viel versprechende Perspektive in einem großen Autohaus. Nach dem Infogespräch vereinbarte er mit dem Serviceleiter von Gohm + Graf Hardenberg ein Praktikum. Er war nicht der einzige, der die Bildungsakademie mit einer Praktikumszusage verließ.
Bild und Text: Handwerkskammer Konstanz


Foto: Zertifikatsübergabe des Kurses "PC Grundlagen Kurs - EDV-Kenntnisse für Einsteiger"



Foto: Zertifikatsübergabe des Seminars "Arbeitswelt Deutschland"






Netzwerkpartner beim Projektleitertreffen in Friedrichshafen





Das Netzwerk Bleiben mit Arbeit wird gefördert durch den Europäischen Sozialfonds ESF und durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS im Rahmen des Handlungsschwerpunkts „Integration von Asylbewerbern/innen und Flüchtlingen“ (IvAF).

           
       


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geändert: 30.01.2019

  Ansprechpartner:


Veronika Schäfer
Feuerwehrstraße 6

78224 Singen
Tel.: 0176/13527983
E-Mail:
v.schaefer@awo-konstanz.de


 


Reinhard Zedler
Heinrich-Weber-Platz 2
78224 Singen
Tel.: 07731 9580-11
E-Mail:
zedler@awo-konstanz.de 


 


Antje Willi
Wollmatinger Str. 58
78467 Konstanz
Tel: 0176 / 135 27 984
E-Mail:
a.willi@awo-konstanz.de

Sprechzeiten in Konstanz:
Di. 11.00 – 12.00
Nur für Terminvereinbarung
 

Flyer Bleiben mit Arbeit



Flyer Berufliche Qualifizierung
im Bereich Hauswirtschaft
in der Pflege



Flyer Fachbereich Migration



Die Netzwerke in Baden-Württemberg informieren über ihre Arbeit auf:
http://www.ivaf-netzwerk-bw.de/nba-netzwerk-bleiben-mit-arbeit/


Service:

Internationaler Lebenslauf
zum download als rtf.Datei:
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