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ORTSVEREIN VOLKERTSHAUSEN



Hinweis: Der AWO Ortsverein Volkertshausen wurde 2014 aufgelöst.


18.11.2014: AWO Ortsverein Volkertshausen löst sich auf
Einen traurigen Beschluss hatten die Mitglieder des AWO Ortsvereins Volkertshausen auf ihrer Mitgliederversammlung am 15. November zu treffen: Nach über 64 Jahren stimmten sie für die Auflösung ihres Ortsvereins. Grund für die Auflösung war die Tatsache, dass es in den vergangenen 7 Jahren, auf Grund der Erkrankung des langjährigen Vorsitzenden Gustav Forschner, keine Mitgliederversammlung und keine Aktivitäten mehr gegeben hatte. Ein Treffen von AWO-Kreisgeschäftsführer Reinhard Zedler, Bürgermeister Alfred Mutter und Gustav Forschner, bei dem die verbleibenden Perspektiven ausgelotet werden sollten, hatte zu keinem verwertbaren Ergebnis geführt. Auf einer Vorstandssitzung am 26. Mai war klar geworden, dass alle Vorstandsmitglieder nicht mehr weitermachen wollten und innerhalb der Mitgliedschaft und des Bekanntenkreises keine Unterstützer gefunden werden konnten. Daher empfahl der Vorstand, den Verein aufzulösen.

Gustav Forschner, der den Vorsitz im Jahr 1988 übernommen hatte, gab einen Überblick über die Jahre seiner Vorstandschaft, von denen er vor allem die ersten 10 Jahre sehr aktiv gewesen sei. Gut besucht waren immer die Kaffeefahrten, es gab Hausbesuche zu Geburtstagen oder anderen Anlässen, Landessammlungen, aber auch die Mitwirkung im Kreisvorstand. Seit seinem letzten Herzinfarkt mussten die Aktivitäten dann ganz eingestellt werden.
Bürgermeister Alfred Mutter dankte im Namen der Gemeinde der gesamten Vorstandschaft und vor allem Gustav Forschner für alles, was für die Gemeinde getan wurde.
Als eine der letzten Handlungen des Ortsvereins wurden vom Vorstand 2 Spenden beschlossen: 500,- € gehen an den Förderverein Katharinenhöhe. Hierbei handelt es sich um die führende Spezialklinik im Bereich der Rehabilitation, in die krebs- und herzkranke Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Angehörigen zur familienorientierten Nachsorge kommen. Träger ist der AWO Bezirksverband Baden e.V. Weitere 500,- € erhält der Förderverein Wiesengrundhalle Volkertshausen. Die Wiesengrundhalle ist ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen und sozialen Lebens in Volkertshausen und der Förderverein unterstützt die Bemühungen zum Neubau dieser Halle.
Die verbleibenden Mitglieder des OV Volkertshausen können automatisch in den AWO Ortsverein Singen übernommen werden, wie dessen Vorsitzende Claudia Rehling auf der Versammlung bestätigte. Auch das verbleibende Vermögen des Ortsvereines in Höhe von ca. 1.820,- geht an den OV Singen.
Reinhard Zedler dankte in seinem Schlusswort den Vorstandsmitgliedern und vor allem Gustav Forschner für seine langjährige Tätigkeit.
Auf dem Bild von links nach rechts der Vorstand des AWO Ortsvereins Volkertshausen:
Doris Schippel, Walter Kaupp, Claudia Rehling, Walter Jahn, Gustav Forschner, Hadwig Sick, Achim Schüle, Reinhard Zedler, Alfred Mutter

Ein kurzer Beitrag zum 50-jährigen Bestehen , 1999

Der Ortsverein wurde 1949 gegründet. Der Ortsverein führt Ausflüge durch, z.B. 1999
nach Bad Dürrheim, besucht immer wieder andere Ortsvereine und veranstaltetet eine Weihnachtsfeier. Kranken- und Jubilarbesuche, aktive Teilnahme am Geschehen des Kreisverbandes, Mitwirken an den vielfältigen sozialen Aufgaben, wie.z.B. das Unterstützen
der Ukraine-Hilfaktion sind weitere Beispiele des umfangreichen Wirkens der Ehrenamtlichen
in Volkertshausen, gestützt durch ca. 60 Mitglieder.

Der Ortsverein Volkertshausen feierte 1999 sein 50-jähriges Bestehen.
Der Ortsverein Volkertshausen ist einer der 8 Ortsvereine im Landkreis Konstanz.
Er ist damit Teil einer rasanten und beispiellosen Entwicklung auf dem Bereich des sozialen:
des Aufbaus eines Wohlfahrtsverbandes, der sich aus den Anfängen einer
„Selbsthilfeschaft der Arbeiter“ hin zu einem professionellen Dienstleister entwickelt hat. 

Unsere Gesellschaft befindet sich mitten in einer Entwicklung, in der insbesondere die Sozialpolitik fast ausschließlich von der finanziellen Situation der öffentlichen Haushalte
und der Träger der Sozialversicherungen diktiert wird. Mittelkürzungen in nahezu allen sozialen Bereichen sind mittlerweile an der Tagesordnung. Hinzu kommt ein sich verschärfender Wettbewerb mit privat-gewerblichen Anbietern. Oft genug lässt dies den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege kaum eine Chance, sich innerhalb eines angemessenen Zeitraumes auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen. Allerdings muß auch festgestellt werden, dass viele Verbände oft noch gar nicht vollständig wahrgenommen haben, welche gravierende Veränderungen im sozialwirtschaftlichen Bereich bereits eingeleitet wurden.

Umso mehr ist das ehrenamtliche Engagement in den lokalen Bezügen gefragt, wie hier
vor Ort in Volkertshausen.
Bürgerschaftliches Engagement will einen Beitrag leisten zur Gestaltung des unmittelbaren, öffentlichen Lebensraumes. Keine isolierten Einzelaktionen, sondern Aktivitäten zusammen
mit anderen ist gemeint. Das Engagement hat immer einen gemeinschaftstiftenden Aspekt. Bürgerschaftliches Engagement (BE) findet zwar seine konkreten Bezugspunkte
gewissermaßen vor der Haustür, stellt das Engagement jedoch in einen größeren Zusammenhang: etwa in das Bemühen um soziale Gerechtigkeit oder die Kinderfreundlichkeit der Städte. Es wird von Bürgerinnen und Bürgern selbst entwickelt und lebt von ihrem Wissen, ihren Fähigkeiten und ihrem Interesse. Dabei geht es um eine gleichberechtigte Kooperation zwischen BürgerInnen, Verwaltung, bezahlten Fachleuten und Verbänden, aber auch unter
den verschiedenen engagierten BürgerInnen und Gruppen. Es geht um die gemeinsame Verantwortungsübernahme in der Gesellschaft und das Aushandeln von Interessen im Dialog. Bürgerschaftliches Engagement richtet sich nicht gegen bestimmte Gruppen, schließt niemanden aus, sondern versucht, möglichst viele BürgerInnen zur Mitwirkung einzuladen
und zu befähigen. Ehrenamtliche Vereinsarbeit ist BE, wenn es nicht nur als private Freizeitbeschäftigung oder Erholung betrachtet und betrieben werden, sondern bewußt als Chance für die Integration von Menschen genutzt werden

In diesem Sinne ist das tradierte Ehrenamt der Arbeiterwohlfahrt schon immer auch bürgerschaftliches Engagement gewesen. Daher ist es auch richtig, dass sich die Arbeiterwohlfahrt für das bürgerschaftliche Engagement engagiert und auch der Ortsverein Volkertshausen z.B. seinen Beitrag dazu leistet.


 
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Gemeinsam sind wir stark

geändert: 16.04.2015